NACHBERICHT – DIE AUSBILDUNGSSTELLENBÖRSE ANSBACH 2021

Hier der Pressebericht von Dr. Oliver Herbst aus der Fränkischen Landeszeitung vom 25. September 2021.

ANSBACH – Das Ausbildungsjahr läuft schon fast einen Monat. Viele Firmen jedoch suchen nach wie vor Lehrlinge. Dies zeigte gestern die 22. Ausbildungsstellenbörse in Ansbach. Die Corona-Krise hatte die Veranstalter bewogen, vom Tagungszentrum Onoldia in die Altstadt zu wechseln. Die präsentierte sich während der Börse sehr belebt.

„Gut“ und „interessant“ -das waren die Kommentare, die eine 16- und eine 15-Jährige von der Mittelschule Dietenhofen für die Azubi-Börse abgaben. Die 16-Jährige interessiert sich für die Polizei. Ihre Mitschülerin dagegen wollte sich in Sachen Einzelhandel umsehen. Dass man sich einmal „alle Berufe“ ansehen konnte, fand ein 15-Jähriger von der Grund- und Mittelschule Bechhofen ,,ganz informativ“. Einen bestimmten Beruf hatte er jedoch noch nicht im Blick.

„Vorsichtig“ schätzte Horst Maußner, stellvertretender Leiter der Geschäftsstelle Ansbach bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nürnberg für Mittelfranken, 2500 bis 3000 Besucher. Alle Aussteller seien begeistert von dem neuen Konzept an der frischen Luft gewesen.
„Der Zuspruch war wahnsinnig.“

Von rund 1500 Besuchern ging Maußner bei der bisher letzten Börse 2019 aus. Sie fand im und um das Tagungszentrum statt. Diesmal zog sich die Börse unter dem Motto „Junge Talente“ von der Reitbahn über den Johann-Sebastian-Bach-Platz und den Montgelasplatz bis zum Martin­ Luther-Platz. 48 Aussteller hatten 110 Berufe in petto.

Die Aussteller boten einiges auf. Bei der Bauinnung Ansbach­ Feuchtwangen-Dinkelsbühl etwa ließ sich ein „Geschicklichkeitsbagger“ testen. So nannte ihn Susanne Schwab von der Firma Schwab Tiefbau aus Haasgang. Es galt, eine Stange in eine Öffnung zu bugsieren. Es geht auch um die Zukunft der Betriebe.

Mit einer Zugmaschine mit Lkw-Anhänger wartete die Firma Schüller Möbelwerk aus Herrieden auf. Im Anhänger gab es zum Beispiel eine pneumatische Anlage zu sehen, die Azubis hergestellt hatten.

Veranstalter waren wieder die IHK, die Handwerkskammer für Mittelfranken, die Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg sowie die Stadt und der Landkreis Ansbach. Es gehe letzten Endes um die Zukunft „auch unserer Industrie-, unserer Handwerksbetriebe“, meinte Bürgermeisterin Elke Homm-Vogel. „Es war noch nie so einfach und so gut wie heute, in unserer Heimat einen Ausbildungs- und Arbeitsplatz zu bekommen“, unterstrich Landrat Dr. Jürgen Ludwig.
Die Leiterin der IHK-Geschäftsstelle, Karin Bucher, nannte die Börse „quasi einen ,Markt der Ausbildung'“. Erfolg wünschte sie auch der „Innenstadt, die wir heute ja mit vielen Menschen wieder mal beleben können“. Der Geschäftsführer operativ der Agentur für Arbeit, Wolf gang Langer, bemerkte erfreut: „Die jungen Leute nutzen die Gelegenheit, es ist richtig was los.“

Die Börse draußen „ist eigentlich fast ein schöneres Format als innen, weil es weitläufiger ist“, machte IHK-Vizepräsident Dr. Gerhard Walther deutlich. Sich vor Ort zu begegnen statt via Internet, hält er zudem für verbindlicher. Dass es draußen nicht beengt sei, erleichtere es, Kontakt herzustellen, führte Joachim Fuoss als Unternehmensberater der Handwerkskammer an.

BILDERGALERIE – DIE AUSBILDUNGSSTELLENBÖRSE ANSBACH 2021