NACHBERICHT – DIE AUSBILDUNGSSTELLENBÖRSE ANSBACH 2019

Vom QR-Code bis zum Speed Dating

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Soviel Hightech war nie: Auf der 20. Ausbildungsstellenbörse in Ansbach konnten Schülerinnen und Schüler ihre möglichen zukünftigen Ausbildungsplätze im Lager von FEGA & Schmitt Elektrogroßhandel GmbH per VR-Brille bewundern, sie konnten sich per Smartphone und QR-Code über sämtliche ausstellenden Institutionen und Betriebe informieren – und sie konnten am Stand der Transnova Ruf Verpackungs- und Palettiertechnik GmbH einen Roboterarm bestaunen, der Getränkeflaschen ergreift, automatisch öffnet und den Inhalt der Flasche anschließend in einen Becher leert. Sogar ein Alterssimulationsanzug konnte an einem der Stände ausprobiert werden – und im Infotruck der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie konnte eine CNC-Steuerung programmiert werden.

Doch letztendlich zählte das persönliche Gespräch mehr als die Technik – deshalb wurden im Rahmen der Ausbildungsstellenbörse in diesem Jahr von der Agentur für Arbeit erstmals Speed Dating-Begegnungen organisiert, bei denen Schülerinnen und Schüler der Wirtschaftsschule Ansbach in Zwanzig-Minuten-Slots mit Vertretern von Unternehmen sprechen konnten, die sowohl für 2019 als auch für 2020 attraktive Ausbildungsplätze im Angebot hatten. Da die Schülerinnen und Schüler dazu auch ihre Bewerbungsunterlagen mitgebracht hatten, wurden etliche Ausbildungsverhältnisse gleich fest vereinbart.

Insgesamt 54 Betriebe und Institutionen und 100 verschiedene Berufe präsentierte die Ausbildungsstellenbörse im und vor dem Tagungszentrum Onoldia am Dienstag, den 9. April 2019, in Ansbach. Das Interesse war groß, die Veranstalter  – die Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken, die Handwerkskammer für Mittelfranken, Stadt und dem Landkreis Ansbach sowie der Agentur für Arbeit Ansbach- Weißenburg  – zählten im Laufe des Tages rund 1500 Besucher.

Die Ausbildungsstellenbörse, die in diesem Jahr zum 20. Mal durchgeführt wurde, sei ein „Erfolgsmodell um das Thema der Ausbildung“ und werde getragen von einer „hervorragenden Partnerschaft“, sagte Karin Bucher, die Geschäftsführerin der IHK-Geschäftsstelle Ansbach, zur Eröffnung der Veranstaltung. „Die Firmen werden zunehmen innovativer, was die Gestaltung der Ausstellungsflächen und die Methoden der Präsentation anbelangt“, lobte die Ansbacher Oberbürgermeisterin Carda Seidel. Die Ausbildungsstellenbörse, so ergänzte Landrat Dr. Jürgen Ludwig, sei ein Marktplatz der Möglichkeiten. „Es ist sehr gut, dass wir hier ein Netzwerk aufgebaut haben an Akteuren, die sich um dieses Thema kümmern“, betonte Ludwig. Im Anschluss an die Grußworte begleitete Horst Maußner, der Stellvertretende Leiter der IHK-Geschäftsstelle Ansbach und der Hauptorganisator der Veranstaltung, die Ehrengäste zu den verschiedenen Ständen.

Um neben Schülerinnen und Schülern, die häufig im Klassenverbund kamen, auch verstärkt Jugendliche anzusprechen, die die Ausbildungsstellenbörse am Nachmittag gemeinsam mit ihren Eltern besuchen wollten, hatte die Börse, die unter dem Motto „Junge Talente“ stand, in diesem Jahr erstmals bis 18 Uhr geöffnet. „Das ist gut angenommen worden, wir waren durchgehend gut besucht, erst ab 17:30 Uhr wurde es etwas ruhiger“, berichtete Horst Maußner.

Aus Platzgründen konnten längst nicht alle Unternehmen, die sich gerne präsentiert hätten, an der Ausbildungsstellenbörse teilnehmen – dennoch gab es drei Aussteller, die sich in diesem Jahr zum ersten Mal beteiligen konnten. Dies waren die Adalbert Pilipp GmbH, die ANregiomed Akademie sowie die Geuder GmbH Kälte- und Klimatechnik. Diese und alle weiteren Aussteller wurden in einer kleinen Broschüre vorgestellt, die für die Besucherinnen und Besucher auslag. Diese Broschüre  war in 2019 deutlich dünner als in den Vorjahren.
Denn statt langer Texte und ausführlicher Portraits fanden sich darin lediglich die Namen der ausstellenden Firmen und Institutionen – sowie jeweils der dazugehörige QR-Code.

BILDERGALERIE – DIE AUSBILDUNGSSTELLENBÖRSE ANSBACH 2019